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Mit Tweetdeck den Überblick behalten. (Quelle: Screenshot Tweetdeck)
Mit Tweetdeck den Überblick behalten. (Quelle: Screenshot Tweetdeck)

Der Kurznachrichtendienst Twitter ist als Echtzeit-Recherchetool aus dem Arbeitsalltag eines Journalisten kaum noch wegzudenken. Nie war es beispielsweise einfacher, eine sich rasant entwickelnde Nachrichtenlage bei Current Events und Breaking News mitzuverfolgen. Oft berichten Augenzeugen, bevor erste Medienvertreter vor Ort sind und über die Lage berichten können.

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Twitter (Quelle: Copyright Marisa Allegra Williams (@marisa) for Twitter, Inc.)
Twitter (Quelle: Copyright Marisa Allegra Williams (@marisa) for Twitter, Inc.)

Wer ihn am Mittwochabend verpasst hat, kann den öffentlich auf Twitter ausgetragenen Schlagabtausch zwischen Bild-Chefredakteur Kai Diekmann und Ex-ARD-Wettermann Jörg Kachelmann auf Meedia noch einmal nachvollziehen. Marvin Schade hat die Ereignisse des Abends noch einmal sehr anschaulich und unterhaltsam zusammengefasst. Ich selbst habe den Zoff auch nur in Auszügen mitbekommen und verfolgt. Los ging es mit einer Anspielung  Kachelmanns in Richtung Bild - bis letztlich im wahrsten Sinne des Wortes der Akku leer war. Viel Spaß:

Diekmann und Kachelmann zoffen sich auf Twitter

 

 

 

Was für ein Tag für Tolkien-Fans: Heute vor 60 Jahren erschien die Erstausgabe des Fantasy-Klassikers "Der Herr der Ringe" - passend dazu veröffentlichte Regisseur Peter Jackson den ersten Trailer zum dritten Teil seiner "Der Hobbit"-Trilogie.

Trailer zu "Der Hobbit 3: Die Schlacht der Fünf Heere":

Jackson schrieb dazu auf seiner Facebook-Seite: "Ich denke, der ein oder andere hatte danach gefragt." Was für eine Untertreibung! Für Kinofans ist diese Woche ein echtes Highlight. Von wegen Sommerloch!

Und darum geht's in "Der Hobbit 3: Die Schlacht der Fünf Heere": Bilbo Beutlin (Martin Freeman), Gandalf (Ian McKellen) und die von Thorin Eichenschild (Richard Armitage) angeführten Zwerge legen sich mit dem Drachen Smaug an, um ihre alte Heimat zurückzugewinnen. Ein zerstörerischer Kampf entbrennt, bei dem der wütende Smaug auch die wehrlosen Einwohner von Seestadt angreift.

Den Gefährten stehen aber noch viel größere Gefahren bevor: Oberbösewicht Sauron hat seine Ork-Legionen in Marsch gesetzt hat. Bei der finalen Schlacht steht nicht nur die Vorherrschaft am Einsamen Berg, sondern die Zukunft Mittelerdes auf dem Spiel.

Die Völker der Zwerge, Elben und Menschen vor der Wahl: entweder gemeinsam kämpfen oder untergehen.

In Deutschland ist "Der Hobbit 3: Die Schlacht der Fünf Heere" ab dem 14. Dezember 2014 zu sehen.

Auf diese 63 Sekunden haben Fans der "Tribute von Panem"-Verfilmung weltweit gewartet: Der erste Trailer zum dritten Teil der Saga, "Die Tribute von Panem – Mockingjay, Teil 1 ", ist da! Schon die beiden ersten Teile waren weltweit erfolgreich und absolute Kassenschlager. Wenn es nach der Resonanz auf Youtube geht, dürfte der dritte Teil noch den ein oder anderen Rekord brechen. Der neue "Tribute von Panem"-Trailer wurde innerhalb von nur 15 Stunden mehr als 2 Millionen Mal abgerufen!

Trailer zu "Die Tribute von Panem – Mockingjay, Teil 1":

In Deutschland müssen Filmfans noch bis zum 20. November 2014 auf "Die Tribute von Panem 3 " und ein Wiedersehen mit Katniss Everdeen (Jennifer Lawrence) und Plutarch Heavensbee (der verstorbene Philip Seymour Hoffman) warten. Dann kommt der Streifen hierzulande in die Kinos.

Jetzt fühle ich mich aber ganz schön ertappt! Kenne ich sie aus eigener Erfahrung doch nur allzu gut: die zahlreichen Gründe, die eindeutig und unwiderlegbar dagegen sprechen, als Journalist einen eigenen Blog zu betreiben: Keine Zeit, keine Message, bringt doch eh nichts.

Ich habe selbst lange genug überlegt, ob ich das Experiment wagen soll. Daher hat mich der Artikel "10 Gründe, warum Journalisten auf keinen Fall bloggen sollten" von Karsten Lohmeyer auf Lousypennies.de sehr amüsiert. Zeigt er doch auf sympathische Art und Weise, dass die  gängigen Vorbehalte vieler Journalisten oft nichts anderes sind als vorgeschobene Ausreden.

Fast beruhigend also, dass ich mit meinen lange Zeit gepflegten Bedenken nicht alleine bin.  Selbst noch absoluter Neuling, habe ich meine ersten Gehversuche noch keine Sekunde bereut: Ich lese viel, lerne viel - und habe vor allem riesigen Spaß am Schreiben. Von daher kann ich nur dazu ermutigen, sich einen Ruck zu geben. Die 10 Gründe gegen das Bloggen, die gar keine sind, können argumentativ dabei sicher behilflich sein. Vielleicht holt sich der ein oder andere den entscheidenden Impuls ja auch beim Einsteigerseminar Bloggen.

Endlich mal Fluglärm, der auch mir als Anwohner Spaß macht: In einem auf Youtube veröffentlichten Video erobern imperiale Streitkräfte aus "Star Wars" den Frankfurter Flughafen. In einer kurzen Einstellung erkennt man das Frankfurter Autobahnkreuz. Aus "Fraport" wurde kurzerhand "Starport" und über das Vorfeld wandeln monströse "Kampfläufer", im Hintergrund schwebt ein im Bau befindlicher Todesstern am Himmel:

Das kurze Filmchen wurde am 2. Juli auf Youtube hochgeladen und begeistert seitdem zahlreiche Internet-Nutzer und natürlich "Star Wars"-Fans: Bis Montagabend wurde der Clip schon mehr als 1,5 Millionen Mal abgerufen. Hochgeladen wurde das Video von Frank Wunderlich, der das Ganze laut Beschreibung bei einem Rückflug aus den USA beobachtet haben will.

Der Frankfurter Flughafen als imperiale Basis - find ich cool! Aber wenn die sich nicht ans Nachtflugverbot halten, werde ich dem Imperium mal zeigen, wo das Laserschwert hängt.

Foto: Screenshot Frank Wunderlich, Youtube.com

Das nach wie vor Merkwürdigste an der LSR-Debatte ist für mich, dass ausgerechnet Verlage mit Hilfe absurder Argumente und manipulativer Lobbyarbeit versuchen, ihr lange Zeit hochprofitables, inzwischen aber überholtes Geschäftsmodell zu retten.

Nach erfolgreicher Einflussnahme auf die Politik wurde das krude Gesetz im März 2014 verabschiedet. Die zwölf an der VG Media beteiligten Verlage wollten damit erreichen, dass vor allem Google für Verlagsinhalte zahlt, die bei Google News sowie in der Google-Suche in Form sogenannter Snippets stark verkürzt dargestellt werden.

Ein automatischer Geldregen für die Verlage wollte sich dennoch nicht einstellen.  In den letzten Tagen kam daher wieder Bewegung in die Leistungsschutzdebatte: Neben Google nimmt die VG Media nun auch Microsoft, Yahoo, Telekom und 1&1 ins Visier.

Folgt man der Argumentation der beteiligten Verlage, beruht der wirtschaftliche Erfolg Googles und anderer Internetfirmen zu großen Teilen auf der rechtswidrigen Nutzung dieser Inhalte. Google ist nicht viel mehr als ein Parasit, der auf Kosten der Verlage so groß wurde, wie er heute ist.

Nicht nur Google hält die Forderungen der VG Media für unbegründet, weil jeder Verlag seit jeher selbst entscheiden kann, ob seine Inhalte von Suchmaschinen überhaupt gefunden werden können. In dieser sehr eigenen Logik wird Google überhaupt nur milliardenfach genutzt, weil man auf der Suche nach Zeitungsartikeln ist.

Besonders absurd: Die Onlineangebote der Verlage investieren aus freien Stücken sehr viel Zeit und Geld in die Optimierung ihrer Inhalte, da sie die Reichweite und die User von Google und Co. nämlich nur zu gerne auf ihren Webseiten begrüßen. Sehr nachdrücklich und gut nachvollziehbar beschreibt Stefan Niggemeier die Lobbyarbeit der VG Media in seinem Blogeintrag "Lügen fürs Leistungsschutzrecht (7)":

"Die Strategie im Fall von Google ist betörend paradox: Google soll gleichzeitig verboten und dazu gezwungen werden, Verlagsinhalte in seinen Suchergebnissen anzuzeigen."

Die Art und Weise, in der die VG Media bei Anbahnung und Umsetzung des LSR auf die Politik einwirkt, verdeutlicht, dass ausgerechnet die Verlage der Wahrheit nicht so sehr verpflichtet sind, wie sie selbst gerne behaupten. Ebenfalls zeigt sie unmissverständlich, dass es mit der Medienkompetenz zahlreicher Politiker nicht sonderlich weit her ist.

Bei jeder anderen Branche mit ähnlichen Problemen diagnostizieren Journalisten und Verleger gerne mangelnden Veränderungswillen und betonen die Gesetze des Marktes: Wer sein Geschäftsmodell nicht permanent anpasst oder kein attraktives Produkt verkauft, verschwindet vom Markt.

In vielen Branchen ist das folgerichtig, ein üblicher Produktzyklus - im Journalismus jedoch ein beispielloser Skandal, gibt es doch vermeintlich ein Recht auf Fortbestand des immer gleichen Geschäftsmodells bei sinkender Attraktivität des Produkts und nachlassender Nachfrage.

Systematisch erfolgt der Ruf nach staatlicher Einflussnahme. Eine Zwangsabgabe für notleidende Verlage muss her, denen selbst nicht viel mehr einfällt als die Preise zu erhöhen und im großen Stil Redakteursstellen abzubauen.

Selbstverständlich kann und muss man Googles Marktmacht durchaus kritisch betrachten; den Erfolg anderer Marktteilnehmer aber permanent für die eigenen sinkenden Gewinne verantwortlich zu machen, ist aber zu einfach gedacht und führt meist in die eigene Bedeutungslosigkeit.

Die eigentliche Frage, ob eine täglich erscheinende Zeitung heute wirklich noch ein für viele Menschen attraktives Produkt ist, wird noch nicht einmal gestellt, geschweige denn, ehrlich beantwortet.

Foto: Screenshot "Verteidige Dein Netz"

Na, das war ja klar: Kaum ist die kopfschüttelnd-amüsierte Verwunderung über die Messenger-App "Yo" verebbt, möchten Nachahmer mit der gleichen Idee ebenfalls punkten. Dafür ist das Prinzip aber auch einfach zu simpel: "Yo" kann im Grunde nichts anderes, als eben diesen Gruß an das Handy eines Kontaktes zu versenden.

Klingt lustig, auch wenn sich ein Mehrwert stiftender Sinn selbst nach längerem Nachdenken nicht erschließen möchte. Die Macher von "Yo" konnten dennoch die stolze Summe von einer Million Dollar für die Idee einheimsen.

Wenig überraschend dauerte es nur ein paar Tage, bis jemand den Gag kopiert hat. Der Klon hört auf den Namen "Hey" und macht genau das gleiche, nur mit "Hey". Im Gegensatz zu "Yo" verfügt "Hey" über einen geradezu bombastischen Funktionsumfang: Der Absender kann variieren, wie viele Ypsilons der eloquente Gruß enthalten soll. Wer wird angesichts solch toller Features nicht in Verzückung verfallen.

Bleibt abzuwarten, ob "Hey" ähnlichen Erfolg wie "Yo" haben wird, das bereits mehr als eine Million Downloads für sich verzeichnen kann, wie die "Financial Times" berichtete.

Foto: Screenshot justyo.co