Twitter-Listen – Erstellen und verwenden von Twitter-Listen

Mit Tweetdeck den Überblick behalten. (Quelle: Screenshot Tweetdeck)

Mit Tweetdeck den Überblick behalten. (Quelle: Screenshot Tweetdeck)

Der Kurznachrichtendienst Twitter ist als Echtzeit-Recherchetool aus dem Arbeitsalltag eines Journalisten kaum noch wegzudenken. Nie war es beispielsweise einfacher, eine sich rasant entwickelnde Nachrichtenlage bei Current Events und Breaking News mitzuverfolgen. Oft berichten Augenzeugen, bevor erste Medienvertreter vor Ort sind und über die Lage berichten können.

Aber auch, wenn es darum geht, mit anderen Menschen in den Dialog zu gehen, verfügt Twitter über sehr praktische Möglichkeiten. Egal, ob andere Medienschaffende, Entscheider aus Politik und Wirtschaft, Prominente oder Augenzeugen – hier kann man ihren Tweets nicht nur direkt folgen; auch ein bilateraler Austausch ist leicht zu bewerkstelligen.

Dennoch fremdeln nach wie vor zahlreiche schreibende Kollegen mit dem Thema Social-Media und pflegen liebgewonnene Vorurteile gegenüber Facebook, Twitter und Co. Besonders gerne werden Mehrwert und Nützlichkeit vehement bestritten. Nicht selten gepaart mit einer Verweigerungshaltung, eine Nutzung sozialer Netzwerke beruflich oder privat überhaupt in Erwägung zu ziehen. Früher ging es ja schließlich auch ohne.

Warum sich gerade Journalisten so oft mit dem Thema schwer tun, ist nicht so leicht nachzuvollziehen. Nehmen Vertreter unserer Berufssparte doch sonst gerne für sich in Anspruch, besonders neugierig und Neuem gegenüber aufgeschlossen zu sein. Dabei benötigt man für Facebook oder Twitter keinesfalls ein Zweitstudium, und wenn man die Vorzüge einmal für sich entdeckt hat, möchte man nicht mehr auf sie verzichten.

Beispiele für Twitter-Listen (Quelle: Screenshot Twitter)

Beispiele für Twitter-Listen (Quelle: Screenshot Twitter)

Twitter-Listen sorgen für Orientierung und Struktur

Eine der größten Herausforderungen im Umgang mit Twitter ist, bei der gigantischen Informationsflut den Überblick zu behalten (beziehungsweise, sich zu verschaffen) und die für sich relevanten Personen, Neuigkeiten und Tweets zu identifizieren. Früher oder später folgen die meisten Twitter-Nutzer einer (zu) großen Anzahl von Accounts. Gerade wenn man sich als Journalist ein umfassendes News-Dashboard aufbaut, kommen schnell mehrere Hundert Absender zusammen.

Das Problem ist offensichtlich: Wie soll man den Überblick behalten, wenn tausende Nachrichtenangebote, Parteien, Firmen, Institutionen und Einzelpersonen in einem einzigen Feed durcheinander kommunizieren? Twitters praktische Antwort darauf sind Listen, mit deren Hilfe man sehr einfach Licht ins Kommunikationsdunkel bringen kann.

Das Anlegen neuer Twitter-Listen ist erfreulich simpel: Dabei teilt man ähnliche Twitterer in Rubriken – eben diese Listen – ein. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt: Ganz egal, ob Mitglieder des Deutschen Bundestages, die 18 Vereine der 1. Bundesliga, deutsche Promis oder Ukraine, Ebola und die Oscars. Viele Redaktionen legen auch Listen ihrer twitternden Reporter und Fotografen an (Beispiel: Reuters World News).

Der Vorteil ist offensichtlich: Man muss nicht länger sämtlichen Accounts folgen, für die man sich interessiert. Listen sind maßgeschneiderte Informationskanäle und bringen Ordnung in die Informationsflut.

Neue Twitter-Listen anlegen:

  • Auf der eigenen Profilseite auf den Punkt „Mehr“ klicken und „Listen“ auswählen.
  • Die nächste Seite zeigt eine Übersicht aller bereits vorhandenen Listen. Zu Beginn ist sie leer. Rechts auf der Seite „Liste erstellen“ anklicken.
  • Im nächsten Fenster Name und Beschreibung der Liste eintragen. Außerdem kann man wählen, ob die Liste auch von anderen abonniert werden kann (öffentlich), oder nicht (privat).
  • Liste speichern – fertig!

listen
Einer Twitter-Liste neue Mitglieder hinzufügen:

  • Hat man einen interessanten Twitterer entdeckt, geht man auf dessen Profilseite.
  • Dort klickt man auf das Zahnrad links neben dem „Folgen“-Button. Im Auswahlmenü dann „Den Listen hinzufügen oder daraus entfernen“ klicken und eine seiner Listen auswählen (oder eine neue erstellen)
  • Man kann einer Liste jederzeit Mitglieder hinzufügen oder andere entfernen und sie auf diese Weise immer weiter optimieren.
Mitglieder zu Twitter-Listen hinzufügen (Quelle: Screenshot Twitter)

Mitglieder zu Twitter-Listen hinzufügen (Quelle: Screenshot Twitter)

Twitter-Listen abonnieren:

Wer sich diese Arbeit ersparen möchte, kann auch sehr einfach auf bereits existierende Listen anderer Twitterer zurückgreifen und diese abonnieren. Das ist nicht nur praktisch, sondern auch absolut sinnvoll. Viele Experten und Redaktionen haben extrem gute Listen angelegt – warum das Rad noch einmal erfinden? Und so geht’s:

  • In der Twitter-Suche eingeben, was interessiert. Auf der Suchergebnisseite dann links „Timelines“ auswählen, um Listen mit diesem Schlagwort zu erhalten.
  • Passende Liste anklicken, um auf die Seite der Liste zu gelangen.
  • Auf „Abonnieren“ klicken.

Ich nutze aktuell etwa 30 eigene und abonnierte Listen. Wirklich intensiv sind etwa sechs bis acht davon regelmäßig im Einsatz, andere verwende ich eher punktuell.

Welche Listen nutzt ihr? Ich freue mich über Ideen und Anregungen in den Kommentaren und ergänze eure Vorschäge gern.

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So funktioniert Twitter: Hashtags, Tweets, Follower

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